Die Sprache auf der Bühne

Copertina

Lehrkräfte wissen allgemein Bescheid über die Rolle des Theaters bei der Erziehung, in der der Lerner in seiner Gesamtheit zum Tragen kommt: mit dem Kopf aber auch mit dem Körper. Dank diesem Spiel wird der Körper ein Vermittler beim Erlernen der Sprache, aber auch der Lebensfreude. Das Theater ist ein ausgezeichnetes Mittel, um soziale Bindungen unter den Lernern zu schaffen. Deshalb kann es genutzt werden, um fachliches Wissen zu vermitteln, die Konzentration zu fördern und Lernerautonomie für jede andere schulische Tätigkeit zu entwickeln. Hier sehen wir, wie!

Ziele

Kompetenzen:

  • Verwendung von Wortschatz zur Familie,
  • Verwendung von Wortschatz zu Charaktereigenschaften,
  • Hör- und Leseverstehen,
  • Interaktion mit Mitschülern zum Dramatisieren einer Geschichte,
  • Puppen basteln.

Sprachniveau
Niveau A1 des QCER

Dauer: zwei Unterrichtseinheiten von je zwei Stunden und weitere Unterrichtseinheiten

Material :
Für die Puppen: Karton, Faden, Handschuhe, Puppenstrümpfe, Wolle, Stoffe, Tennisbälle, ...

 Arbeitsschritte

Erste Unterrichtseinheit (2 Stunden)
Die Lehrkraft beginnt damit, die Lerner zu aktivieren, indem die ihre Aufmerksamkeit auf die Bilder lenkt (Anlage 1).
Sie erklärt das Lernziel des Projekts: Die Inszenierung eines Märchens für das Schultheater zum Jahresabschluss. Es handelt sich um eine Aufgabe, zu dem Wissen, Können und Selbstbewusstsein nötig ist.
Die Lehrkraft fordert die Lerner auf, sich in einer für die Gelegenheit geschaffene Leseecke um sie herumzusetzen und erzählt ihnen das Märchen von Aschenputtel. Dazu kann ein beliebiges Buch verwendet werden, dessen Sprache dem Niveau der Lerner entspricht. (Anlage 2)
Die Lehrkraft erzählt oder liest das Märchen vor, und um das Wortschatzverständnis zu fördern, nimmt sie Bilder zu Hilfe, die in entsprechenden Moment aufgedeckt werden (Anlage 3).
Am Ende der Geschichte werden die Lerner gebeten, in Gruppenarbeit ein Arbeitsblatt auszufüllen, anhand dessen das Verständnis überprüft werden kann. Um den Schülern zu helfen, könnte man auch einige Adjektive zu den Figuren der Geschichte an die Tafel schreiben (Anlage 4). Die Kontrolle findet im Plenum statt, deshalb muss jede Gruppe einen Sprecher wählen, der die Antworten auf dem Arbeitsblatt vorstellt.

Zweite Unterrichtseinheit (2 Stunden)
Nach dieser ersten Phase bittet die Lehrkraft die Lerner, gemeinsam darüber nachzudenken, was für die gemeinsame Planung und Vorbereitung des Theaterstücks zum Schulabschluss notwendig ist. Während die Lerner die verschiedenen Aufgaben und Rollen nennen, macht die Lehrkraft dazu Notizen an der Tafel (Anlage 5).

 

Weitere Unterrichtseinheiten
Für das Üben der Aussprache und der Intonation sind mehrere Proben notwendig. Die Inszenierung dieses Märchens erlaubt die Teilnahme der ganzen Klasse, weil in einigen Szenen ein Chor auftritt. Um die Inklusion von Schülern mit Lernschwierigkeiten zu fördern, kann auch Pantomime eingesetzt werden. In diesem Sinn können genannte Schüler, aber auch die Schüchternen unter ihnen mit Gesten die Hausarbeiten darstellen, die Aschenputtel machen muss (Anlage 6).
Das Basteln der Masken für den Ball gilt für alle gleich, weil am Maskenball des Prinzen alle dabei sind (Anlage 7). Für das Theaterstück zum Schuljahresende ist es ratsam, weitere Lehrer der Klasse einzubeziehen.
Mithilfe des Kunstlehrers werden die Entwürfe für das Bühnenbild und für die Kutsche angefertigt. Wenn man auf Kostüme verzichten will, können auch nur Perücken verwendet werden, um die Figuren zu identifizieren. Was die Musik für den Maskenball angeht, können die Schüler wählen, welches Stück sie spielen möchten, auch moderne Musik.
Zum Schreiben des Bühnentextes arbeiten die Schüler zusammen oder sie verwenden den Vorschlag aus dem Buch (Anlage 8). Im Vergleich zum Originalmärchen kann die Lehrkraft die Schüler bitten, eine neue Moral zu finden, die der Erzähler am Ende der Aufführung vorstellt.
Um noch mehr Schüler einzubeziehen, könnte man auch eine moderne Figur aus dem 21. Jahrhundert auftreten lassen, die ganz zufällig in diese Märchenwelt gerät und Aschenputtel zum Beispiel vorschlagen könnte, sie im Porsche zum Ball zu begleiten.
Hier sind aber noch weitere Ideen, wie man das Märchen auf die Bühne bringen kann.

Das Puppentheater
Diese Art Aufgabe hilft den eher schüchternen Kindern, ihr Lampenfieber zu überwinden.
Die Lehrkraft macht vergrößerte Fotokopien der Figuren. Die Schüler sollen diese ausschneiden und auf Karton oder Sperrholz aufkleben. Jede Puppe besitzt Fäden und Stäbchen, mit denen sie bewegt wird (Anlage 9).
Sollte das Basteln der Puppen auf Karton zu schwierig sein, können auch Handpuppen aus Handschuhen gebastelt werden (Anlage 10).
Für die Bühne werden schwarze Tücher unterschiedlicher Breite und Höhe verwendet, die von den Schülern bewegt werden, die den Chor darstellen. Der Raum darf nicht stark ausgeleuchtet sein, wie wir wissen ist die Dunkelheit für Puppentheater grundlegend. Bei dieser Aufgabe können die Schüler zu Erzählern werden und sich im Gebrauch ihrer Stimme üben.

Anlage

Lösungen

Scritto da Anna Maria Crimi

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